Ewa Wanat

Ewa Wanat, geboren 1962 in Posen, ist eine polnische Journalistin und Buchautorin. Von 2003 bis 2012 hatte sie den Posten der Chefredakteurin beim polnischen Radiosender Tok FM, das populärsten Publizistik- und Informationsradio Polens, inne. Wanat und ihr Team von Radio TOK FM wurden insgesamt drei Mal für den Dariusz-Fikus-Preis in der Kategorie „Medienschöpfer“ nominiert.

Darüber hinaus wurde Wanat für ihren mutigen und kritischen Journalismus der Preis „Hyazinthe 2010“ der polnischen LGBTQ-Organisation überreicht. 2013 bekam sie durch den polnischen Präsident Bronislaw Komorowski das Goldene Verdienstkreuz für ihren Beitrag zur Schaffung unabhängiger Medien in Polen verliehen. Im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit widmet sich Ewa Wanat neben Themen wie Migration, Flüchtlinge, Prostitution, Gleichberechtigung von LGBTQ in Polen, Gleichberechtigung der Frauen und Sexuele education auch weiteren politischen Themen aus Polen und Deutschland. Im Jahr 1981 begann sie ein Studium der Polonistik an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen und engagierte sich bereits während ihrer Studienzeit in der unabhängigen Studentenorganisaton NZS. Von 1985 bis 1990 lebte sie in München, studierte dort Deutsch als Fremdsprache und Theaterwissenschaften. Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus in Polen, kehrte sie in ihre Heimat zurück. Dort arbeitet sie als Journalistin für den Radiosender „Radio S Poznań“, den ersten unabhängigen Sender der Stadt. Es folgte eine Anstellung beim Radiosender Radio Plus. Darüber hinaus arbeitete sie für die Gazeta Wyborcza und für das öffentlich-rechtliche Regionalfernsehen. 

Sie ist Autorin des Buches „Biało Czarna“, dass anhand von Gesprächen mit polnischen Publizisten der Frage nachgeht, wie die Kluft in der polnischen Medienwelt und der Krieg zwischen den polnischen Medien entstehen konnte. Bis Herbst 2015 war Wanat Chefredaktuerin des rechtlich-staatsöffentlichen Radiosenders RDC. Derzeit lebt und arbeitet Ewa Wanat in Berlin. Lesezyklus – Lektury freut sich, Ewa Wanat als Moderatorin begrüßen zu dürfen.