Lothar Quinkenstein

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Foto: Adam Czerneńko

Lothar Quinkenstein, geboren 1967 in Bayreuth, ist Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Übersetzer aus dem Polnischen. Er studierte Germanistik und Ethnologie in Freiburg, arbeitete 1993 als Deutschlehrer in St. Petersburg und 1994-1996 in Mielec (Polen). Quinkenstein promovierte 1998 an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań. 1999 nahm er eine Stelle am dortigen Institut für Germanische Philologie an. Seit 2012 lehrt er im Studiengang „Interkulturelle Germanistik“ (Frankfurt/Oder / Słubice). Quinkenstein verfasst Prosa, Lyrik, Essays, literaturwissenschaftliche Artikel und Rezensionen. In seinem 2015 erschienenen Buch „Erinnerung an Klara Blum. Essays und Kritiken aus der Mitte Europas“ nähert er sich den mitteleuropäischen Landschaften an, denen auch das Schaffen von Bruno Schulz entspringt. Zuletzt gab er gemeinsam mit Agnieszka Hudzik den Band „Das Auge des Zaddik“ heraus, der dem bedeutenden Schulz-Interpreten Władysław Panas gewidmet ist. Für seine Verdienste auf dem Gebiet des deutsch-polnischen Kulturaustauschs wurde Lothar Quinkenstein 2017 mit dem Jabłonowski-Preis ausgezeichnet.