Martin Pollack

Unbenannt
Fotografin: Ingrid Schemel

Martin Pollack, geboren 1944 in Bad Hall in Österreich, arbeitet als Schriftsteller, Journalist und literarischer Übersetzer. Er studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte sowohl an der Universität Wien, der Universität Warschau und in Sarajevo.

Martin Pollack arbeitete seit 1987 als Redakteur für den Spiegel und war dort unter anderem als Korrespondent in Wien und Warschau tätig. Darüber hinaus publizierte er Übersetzungen polnischer Texte und Essays. Seit 1998 arbeitet er als Übersetzer und freier Autor. Pollacks Werke haben einen dokumentarischen Charakter und thematisieren zumeist Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit, um diese vor dem Vergessen zu bewahren. Für seine Vielzahl an literarischen Werken erhielt Pollack unter anderem den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln (2007), den Georg-Dehio-Hauptpreis des Deutschen Kulturforums östliches Europa (2010), den Stanislaw Vincenz-Preis (2012) und den Oberösterreichischen Landeskulturpreis (2015).

Sein aktuellster Roman Kaiser von Amerika, erschienen 2010, wurde mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2011 ausgezeichnet. Kaiser von Amerikawurde durch das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Martin Pollack lebt im Südburgenland und in Wien.

Martin Pollack übersetzte darüber hinaus alle Werke des polnischen Autors Ryszard Kapuściński ins Deutsche. Das Projekt Lesezyklus – Lektury freut sich sehr darüber, Herrn Martin Pollack als Gast für die Lesung über Kapuścińskis Werk Meine Reisen mit Herodot gewonnen zu haben.