Olaf Kühl

Olaf Kühl, geboren 1955 in Sanderbusch/ Kreis Friesland, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte an der Freien Universität zu Berlin. Im Jahre 1995 verteidigte er seine Promotionsarbeit zum Thema Stilistik einer Verdrängung. Zur Prosa von Witold Gombrowicz.

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Privatbesitz Dr. Kühl

Seit 1982 arbeitet Kühl als Übersetzer literarischer Werke. Neben weiteren slawischen Sprachen übersetzt er vor allem aus dem Polnischen ins Deutsche. Zu Kühls übersetzten Autoren zählt neben großen Namen der jüngeren polnischen Literatur auch Witold Gombrowicz. Für sein polnisch-deutsches Übersetzungswerk erhielt er 2005 den Karl-Dedecius-Preis, für seine Übersetzung von Dorota Masłowskas Polnisch-Russischem Krieg den Deutschen Jugendliteraturpreis.

2008 ging Kühl mit einem Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung auf die Spuren des inhaftierten Oligarchen Michail Chodorkowski in Sibirien. Daraus entstand der Debütroman Tote Tiere (Rowohlt Berlin, 2011). Sein zweiter Roman Der wahre Sohn war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2011/2012 hatte Kühl die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur an der Freien Universität Berlin inne. Die Universität Warschau verlieh ihm 2015 die Auszeichnung POLONICUM für die Förderung der polnischen Sprache und Kultur im Ausland. 2016 bekamen er und sein Autor Szczepan Twardoch den Brücke-Berlin-Preis für die deutsche Ausgabe des Romans Drach.

Im Hauptberuf ist Dr. Olaf Kühl seit 1996 Russland-Referent des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Wir freuen uns, Dr. Olaf Kühl im Rahmen unserer Veranstaltungen am 15.09.2018 auf dem internationalen Literaturfestival Berlin und am 18.09.2018 im Brandenburgischen Literaturbüro Potsdam zu begrüßen und mit ihm über Gombrowicz’ Werk Ferdydurke zu sprechen.