Sławomir Sierakowski

Sławomir Sierakowski, geboren 1979, ist ein polnischer Soziologe, Publizist und Verleger. Darüber hinaus ist er Gründer und Kopf der Krytyka Polityczna, eine osteuropäische Bewegung, bestehend aus liberalen und progressiven Intellektuellen, Journalisten, Aktivisten und Künstlern.

Sierakowski studierte an der Warschauer Universität einen Interdisziplinären Humanistischen Studiengang mit Schwerpunkten auf Soziologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre. Darüber hinaus war Sierakowski Stipendiat des Collegiums Invisible, des Goethe-Instituts, des polnischen Bildungsministers, der GFPS, des DAADs und der US-amerikanischen Stiftung The German Marshall Fund; momentan ist er Richard-von-Weizsäcker-Fellow an der Robert-Bosch-Akademie in Berlin.

Sierakowski ist zudem Vorsitzender der Stanisław-Brzozowski-Gesellschaft. Die Gesellschaft koordiniert verschiedene Zweige von Krytyka Polityczna: den Verlag, das Online-Magazin, die Zeitschrift, das Institut der Fortgeschrittenen Studien, als auch die Kulturzentren in Cieszyn und Gdańsk.

Des Weiteren ist Sierakowski Initiator eines Offenen Briefs, der sich für ein föderales Europa und für den EU-Verfassungsvertrag einsetzte. Eine Vielzahl der renommierten Tageszeitungen, wie die FAZ, Le Monde und Gazeta Wyborcza, druckten den Brief, der von 250 führenden Intellektuellen unterschrieben wurde.

Sierakowski verfasste über 400 Essays und Editorials und beschäftig sich darin zu meist mit polnischer aber auch europäischer Kultur, Politik und Geisteswissenschaft. Außerdem ist Sierakowski bekannt für eine Vielzahl an Interviews mit renommierten Persönlichkeiten wie Jürgen Habermas, Slavoj Žižek oder auch Michel Houellebecq, die in der internationalen Presse abgedruckt wurden. Er publizierte unter anderem im Guardian, in der taz oder auch in der New York Times. Aktuell arbeitet er zudem als Kolumnist bei Project Syndicate.

Wir freuen uns darauf, mit Sławomir Sierakowski am 27. April 2018 im osteuropäischen Kulturcafé ostPost berlin über Stefan Żeromskis Werk „Die Heimatlosen“ zu sprechen.